Behaglichkeit - Die Grundlagen

Behaglichkeit entsteht nicht allein durch eine bestimmte, individuell gewünschte und auch tatsächlich vorhandene Lufttemperatur. Ebenso wichtig ist die Temperatur aller den Raum umhüllenden Flächen. Die physiologisch empfundene Temperatur entspricht etwa dem arithmetischen Mittel aus beidem.

Wann fühlt sich der Mensch behaglich?

Der Mensch fühlt sich nur wohl, wenn die Grundgleichung der „thermischen Behaglichkeit“ erfüllt ist:

Wärmeerzeugung = Wärmeabgabe

Wichtig dabei ist, dass die Wärmeabgabe des menschlichen Körpers nach allen Seiten hin möglichst gleichmäßig erfolgen kann. Wird einseitig zuviel Wärme entzogen (kalte Flächen, Zugluft o.ä.) bzw. die Wärmeabgabe einseitig behindert (heiße Flächen oder dampfdichte, dicke Kleidung), empfinden wir dies als unangenehm.

 

Je niedriger die Raumlufttemperatur ist, umso wärmer müssen die Umschließungsflächen (Wandoberflächen, Boden, Decken, aber auch Fenster- und Türflächen) sein, damit es behaglich bleibt.

Heizkörper

  • ungleichmäßige Temperaturverteilung im Raum, unter der Decke ist es am wärmsten
  • Belastung der Atemwege durch Staubverwirblung

Fußbodenheizung

  • ungleichmäßige Temperaturverteilung im Raum, aber günstiger wie beim Heizkörper
  • Belastung der Atemwege durch Staubverwirblung
  • kann bei falscher Auslegung zu Gesundheitsschäden führen

Wandheizung

  • gleichmäßige Temperaturverteilung im gesamten Raum
  • keine Staubverwirblung
  • Raumtemperatur kann niedriger gewählt werden, dadurch werden Heizkosten eingespart
  • Mit der Wandheizung wird gegenüber anderen Heizsystemen die Behaglichkeit gesteigert.